Die Neuigkeit des Tages

Wenn Lebenserwartung eine Aktie wäre, würde sie bei diesen Meldungen besonders steigen.

Die Neuigkeit des Tages

Beitragvon atp » 27. Aug 2010, 21:22

Ich sammle schon viele Monate täglich News zu Themen, die relevant für eine steigende Lebenserwartung sein können.
Für mich sind diese News ein klares Indiz, dass Altersverlangsamung und Alterungsumkehr in greifbarer Nähe sind.
In evolutionsbiologischen Zeitmaßstäben steht hier eindeutig eine neue Ära des Lebens unmittelbar bevor. Einige sehen diesen Schritt seit der Erforschung des Genoms schon vollzogen. Verjüngungskuren gibt es ja bereits heute schon in den Forschungseinrichtungen. Ebenso verändert der mensch bei einigen Individuen mittels Gentherapie schon seinen genetischen Code.
Man kann sich also bereits darüber streiten, ob das Leben 2.0 schon begonnen hat oder nicht.

Für das persönliche Schicksal ist es aber natürlich viel wichtiger, ob und wann die Forschungsergebnisse das eigene Leben wirklich verlängern können.
Hier verspüre ich beim Lesen der täglichen Neuigkeiten einen ungeheuer spannenden Wettlauf mit der Zeit.
Manchmal verfalle ich in leichten Pessimismus aber dann kommt am nächsten tag schon wieder eine Hammerneuigkeit, die neue Hoffnung bringt.
Eins ist klar: In ein oder zwei Jahrhunderten wird wohl sehr wahrscheinlich für die Massen ein jahrhunderte- bis evtl sogar millionjahre langes Leben denkbar sein.
Ob es aber für einen heute lebenden Menschen noch reicht, bleibt eine der spannendsten Fragen unserer Zeit.

Insgesamt kommen bei mir täglich rund 500 Neuigkeiten in den Rechner.
In einem ersten Schritt filtere ich nur anhand der Überschrift aus.
Im zweiten Schritt lese ich die Zusammenfassung der News.
Bleibt die News dann interessant, überfliege ich den gesamten Text.
Ist es immer noch relevant fürs Thema, dann landet die News in einenmeiner RSS-Feeds (Hyperlinks finden sich unten in der Signatur meiner Beiträge).

In diesem Thread beabsichtige ich, ab September täglich den für mich interessantesten Artikel des Tages zu zitieren.
Ich hoffe, dass ich es schaffe, möglichst regelmäßig dieses Ziel umzusetzen und so die Leser an der spannenden Entwicklung teilhaben zu lassen.
atp
 

Re: Die Neuigkeit des Tages

Beitragvon time » 27. Aug 2010, 22:03

Ich freue mich ganz ehrlich schon sehr auf die News. Es ist eine riesen Erleichterung, da mein Notebook die nächsten 20 Tage in Reperatur sein wird (Bildschirm kaputt) und ich so selber kaum Zeit habe mich zu vertiefen, da ich kaum online sein werde - leider. Da ist es super das wichtigste komprimiert hier nachlesen zu können. Vielen Dank dafür ;)

time
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Re: Die Neuigkeit des Tages

Beitragvon R4mbo » 28. Aug 2010, 19:49

Danke für die Arbeit, atp!
R4mbo
 
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01.09.2010

Beitragvon atp » 1. Sep 2010, 21:41

Mittwoch, 01. 09. 2010

Engere Vorauswahl:

Alzheimer wird von vielen als eine der zukünftigen Krankheiten gesehen, die der Lebenserwartung Grenzen setzt.
Aber schon jetzt läuft die Forschung auf diesem Gebiet auf Hochtouren. Und die Ergebnisse werden immer erfolgversprechender:
Forscher haben das Eiweiß identifiziert, das die alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn hervorruft. Das könnte die Alzheimerbehandlung revolutionieren – es gibt bereits Medikamente gegen dieses Protein.

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 47780.html

Mit Ernährung wird man sehr wahrscheinlich seine Lebenserwartung stark beeinflussen können - sowohl positiv als auch negativ. Kaffee wird unter den Forschern immer besser angesehen:

1. Kaffee zählt zum Flüssigkeitshaushalt dazu.
2. Kaffee kann vor Diabetes schützen.
3. Kaffee stimuliert das Gehirn und kann Alzheimer vorbeugen.
4. Die Leber kann durch Kaffee geschützt werden.
5. Kaffee kann die Fitness steigern.

http://businesstick.com/leben/lebensmit ... nisse.html

Neue leistungsfähigere Werkzeuge sind immer eine wichtige Basis für einen Fortschritt in der Medizin. Große Hoffnung können wir auf Nanotechnologie setzen, denn nur damit erreichen wir die elementaren Prozesse des Lebens. Wenn diese Ebene voll beherrscht wird, ist das Altern besiegt. In der folgenden News hat man mit spezieller Elektronenmikroskopie die 3D Molekularstruktur eines Virus entschlüsselt, der als Werkzeug für Medikamenttransport und Gentherapie umgebaut werden soll. Der Virus ist kleiner als die Wellenlänge von Licht.

Warum das Ergebnis wichtig ist, zeigt folgendes Zitat:
"We are engineering viruses to deliver gene therapy for prostate and breast cancers, but previous microscopy techniques were unable to visualize the adapted viruses," Wu said. "This was like trying to a piece together the components of a car in the dark, where the only way to see if you did it correctly was to try and turn the car on.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 091949.htm

Die Magnetresonztomographie ist auch ein Werkzeug für Biologen und Mediziner. Hier kann man jetzt Aufnahmen so schnell erzeiugen, dass Echtzeitvideoaufnahmen von Organen möglich geworden sind:
Bilder bewegter Organe und Gelenke waren mit der Magnetresonanz-Tomografie bislang kaum möglich. Dafür war sie einfach zu langsam. Göttinger Max-Planck-Forscher haben jetzt die Zeit für eine Bildaufnahme noch einmal entscheidend verkürzt – auf nur eine fünfzigstel Sekunde. Damit lassen sich erstmals Bewegungen live „filmen“: Augen- und Kieferbewegungen ebenso wie die Beugung des Kniegelenks oder das schlagende Herz.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12 ... ensmagazin)

Dass der Mensch immer mehr die Bio- und nanowelt in den Griff bekommt, zeigt folgende News. Hier basteln die Forscher neue Moleküle aus RNA-Molekülen, die in jeder Zelle Standardausstattung sind.
Two new groundbreaking scientific papers by researchers at UC Santa Barbara demonstrate the synthesis of nanosize biological particles with the potential to fight cancer and other illnesses. The studies introduce new approaches that are considered "green" nanobiotechnology because they use no artificial compounds.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 164941.htm

Mein Sieger des Tages:

Die Entschlüsselung der 3D-Molekülstruktur des Virus, der als Transportmittel für Gentherapie Verwendung finden soll.
http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 091949.htm
atp
 

02.09.2010

Beitragvon atp » 2. Sep 2010, 22:56

Donnerstag, 02.09.2010

Engere Vorauswahl

Neue Mikroskopietechnologie für Analyse bei Zimmertemperatur. Wer glaubt, sowas sei unwichtig: Wo wäre wohl Medizin und Biologie, wenn es nicht die Mikroskopie gäbe? Man kann es nicht oft genug sagen: Neue Entwicklúngen entstehen meist durch neue Werkzeuge.


Researchers at the California Institute of Technology (Caltech) have devised a new technique -- using a sheet of carbon just one atom thick -- to visualize the structure of molecules. The technique, which was used to obtain the first direct images of how water coats surfaces at room temperature, can also be used to image a potentially unlimited number of other molecules, including antibodies and other biomolecules.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 151122.htm

Neues mikrobiologisches Wissen: Wie wird die für eine Zelle riesig lange DNA verpackt? Tausende Proteine sind beteiligt, wenn sich die Zelle teilt und die DNA verpackt werden muss. Hier besteht einerseits eine Fehlergefahr = Alterungserscheinung. Andererseits hilft das Verständnis hochkomplexer mikrobiologischer Prozesse, einmal künstliche zielgerichtete Prozesse zu erzeugen. Ganz klar Grundlagenwissenschaft, aber die größten Erfolge basieren meist auf soche Erkenntnisse.
Scientists have built a clearer picture of how lengthy strands of DNA are concertinaed when our cells grow and divide, in a discovery could help explain how cell renewal can go wrong.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 121055.htm

Der Unterschied zwischen steinzeitlicher Medizin und moderner Medizin äußert sich darin, dass man nicht nur weiß, was gesund ist oder bei Krankheit hilft, sondern dass man auch versteht warum. Verständnis ist der Schlüssel für weitere Erfolge und vor allem zielgerichtete Entwicklungen. Jetzt weiß man, wie Omega 3 funktioniert:
Researchers at the University of California, San Diego School of Medicine have identified the molecular mechanism that makes omega-3 fatty acids so effective in reducing chronic inflammation and insulin resistance.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 121049.htm

Gestern gab's schon ne positive News über Kaffee. Heute die nächste:
Ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag erhöhen die Dehnbarkeit der Hauptschlagader und reduzieren damit bei älteren Menschen mit Bluthochdruck das Herzinfarkt-Risiko deutlich. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie Athener Forscher, die jetzt auf dem Europäischen Kardiologen Kongress in Stockholm vorgestellt wurde.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12201-2010-09-02.html


Noch eine wichtige Grundlagenforschung: Wie teilt sich eine Stammzelle in zwei unterschiedliche Zellen. Stammzellen sind eine große Hoffnung bei der Verlängerung der Lebenserwartung. Hier gibt es viele experimentelle Erfolge. Aber um das Thema voll zu beherrschen, muss man es verstehen. Dazu hat diese Arbeit eindeutig beigetragen:
A long-held assumption about asymmetrical division of stem cells has cracked. Researchers at the University of Oregon report that the mitotic spindle does not act alone -- that cortical proteins help to position a cleavage furrow in the right location.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 132147.htm

Künstliche Organe sind eine Alternative zu Organspende, die ja mit diversen Problemen verbunden ist.
Dem Ziel einer implantierbaren künstlichen Niere ist man ein großes Stück näher gekommen:
UCSF researchers have unveiled a prototype model of the first implantable artificial kidney, in a development that one day could eliminate the need for dialysis.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 161253.htm

Mein Sieger für heute:
Die Arbeit über den Mechanismus bei der Teilung einer Stammzelle:
http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 132147.htm
atp
 

03.09.2010

Beitragvon atp » 4. Sep 2010, 00:13

Freitag. 03.09.2010

Engere Vorauswahl

Bakterien sind geniale Geschöpfe. Jeder Mensch hat zehnmal so viele bakterien wie körpereigene Zellen. Wusstet Ihr, dass die Mitochondrien, vermutlich früher Bakterien waren, die nun mit unseren Zellen eine enge Kooperation eingegangen sind (und nur von Frauen weitervererbt werden)?

Ein Bakterienschwarm passt sich sehr schnell an , ist lernfähig. Wer ist also die Krone der Schöpfung? Was die Überlebenschance angeht, derzeit eindeutig die Bakterien.
Sie sind teilweise sehr nützlich für uns. Andererseits auch eine große Gefahr.
Heute nun eine News, die zeigt, dass die Menschheit immer mehr Tricks der Bakterien kapiert:

Die Wissenschaftler konnten experimentell beweisen, dass an den Menschen angepasste Bakterien die Abschilferung von Schleimhautzellen unterdrücken, um ihren Wirt besser kolonisieren zu können. Die Forschungsergebnisse der Konstanzer Zellbiologen, die jüngst in der renommierten Wissenschaftszeitschrift „Science“ publiziert wurden, stellen den bislang wenig beachteten Abschilferungsprozess, die sogenannte Exfoliation, in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses: „Wenn der Vorgang der Exfoliation besser verstanden wird, können wir in der Zukunft auch die raffinierten Tricks der Bakterien aushebeln und dieses Wissen für prophylaktische oder therapeutische Ansätze nutzen können“, erklärt Professor Hauck.

http://idw-online.de/pages/de/news384892

Der Trick der Natur, die Gene unsterblich zu machen und komplexe Wesen innerlich zu reparieren besteht darin, Kopien anzufertigen. Zellteilung ist sowwohl einer der komplexesten biologischen Prozesse als auch das beste Anti-Aging Mittel, das wir von Haus aus besitzen. DIesen Prozess sollte man also möglichst gut verstehen, weil man da sicher was fürs Anti-Aging lernen kann.
Hier eine News von heute:
Eine Grundvoraussetzung für Wachstum und Leben eines vielzelligen Organismus ist die Fähigkeit seiner Zellen, sich zu teilen. Dafür werden die Chromosomen der Zellen zunächst verdoppelt und anschliessend auf die Tochterzellen verteilt. Die Verteilung der einzelnen Chromosomen wird durch einen Proteinkomplex aus mehreren hundert verschiedenen Proteinen organisiert, das sogenannte Zentrosom. Bei Krebszellen ist das Zentrosom häufig unnormal geformt oder kommt in unkontrollierten Mengen vor. Die Gründe dafür waren bisher weitgehend unbekannt. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck Instituts für molekulare Genetik haben jetzt gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz Lipmann-Institut in Jena die Funktion der einzelnen Bestandteile des Zentrosoms untersucht. In der renommierten Fachzeitschrift EMBO Journal stellen die Forscher um Bodo Lange detailliert die einzelnen Bestandteile des Zentrosoms vor und beschreiben deren Funktion. Ihre Arbeit erweitert das Wissen über die Regulation der Zellteilung und ermöglicht neue Ansatzpunkte für das Verständnis der Krebsentstehung [Müller et al., EMBO J, 03.09.2010, doi:10.1038/emboj.2010.210].

http://idw-online.de/pages/de/news384758

eines der hauptziele der biologie ist natürlich das verständnis des genetischen codes.
das genom zu entschlüssen hat viele jahre gebraucht. mittlerweile kann man das erheblich schneller und kostengünstiger. um die sprache zu verstehen, muss man natürlich das genom möglichst vieler menschen scannen und vergleichen.

dazu diese news von heute:
Die bisher umfangreichste Karte genetischer Unterschiede innerhalb der Menschheit hat jetzt ein internationales Kooperationsprojekt in „Nature“ veröffentlicht. Die so genannte „HapMap 3“ vergleicht Varianten von Menschen aus elf verschiedenen Populationen und identifiziert erstmals auch seltene Genveränderungen. Sie enthüllt unter anderem rasante Zunahmen einiger Sequenzvarianten als Anpassung an Lebensbedingungen und zeigt, dass die meisten Genveränderungen ihren Ursprung in Afrika, der Wiege der Menschheit, haben.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12 ... ensmagazin)

Von der Tropenkrankheit Malaria sind weltweit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich rund 250 Millionen Menschen betroffen, knapp die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in malariaverseuchten Gebieten. Pro Jahr fordert die Erkrankung rund eine Million Todesopfer, vorwiegend Kinder. Hervorgerufen wird Malaria durch Parasiten, die durch den Stich der Anopheles-Mücke in die Blutbahnen des Menschen geraten.

Ein neuer Wirkstoff gegen die Parasitenerkrankung Malaria soll auch jenen Erregern den Garaus machen, die gegenüber gängigen Medikamenten resistent geworden sind. Entwickelt hat die Substanz namens NITD609 ein internationales Forscherteam um Matthias Rottmann vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel in Zusammenarbeit mit Industriepartnern. In Versuchen mit Mäusen und Ratten konnten die Tiere bereits durch eine einzige oral verabreichte Wirkstoffdosis von zwei Haupterregern der Malaria geheilt werden. Nebenwirkungen wurden im Tiermodell nicht beobachtet. Derzeit laufen weitere Tests, die, so hoffen die Wissenschaftler, gegen Ende des Jahres in erste klinische Studien mit Menschen münden könnten. Neue Malariawirkstoffe werden dringend benötigt, da die letzte Neuentwicklung bereits ein Jahrzehnt zurückliegt: Gegen Artemisinin, einen sekundären Pflanzenstoff des Einjährigen Beifußes, entwickeln die Parasiten zunehmend Resistenzen.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311868

Nick Bostrom hatte schon richtig erkannt, dass der Fortschritt nicht durch einen genialen Forscher gemacht wird sondern letztlich aus der Summe von Forschungserbnissen entsteht. Daher ist das beste Mittel, den Fortschritt zu beschleunigen ganz einfach die Förderung von Forschungsprojekten.
Stammzellenforschung liegt im Trend und ist auf jeden Fall auch nützlich für längere Lebenserwartung:
"Es ist wichtig, diese Mechanismen der Stammzellen noch besser zu verstehen, denn wir wissen noch viel zu wenig darüber, warum manche adulte Stammzellen sich teilen, um sich zu erneuern, andere wiederum sich in Spezialisten entwickeln", erklärt Prof. Anthony Ho. Deshalb setzen er und seine Kollegen große Hoffnungen auf den neuen Sonderforschungsbereich (SFB), den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 1. Juli etabliert hat. "Selbsterneuerung und Differenzierung von Stammzellen" ist sein Titel, kurz auch "SFB 873" genannt.

17 Teilprojekte werden hier in den nächsten vier Jahren untersucht, auch drei Nachwuchsgruppen gehören dazu. Die DFG lässt sich das Projekt 9,3 Millionen Euro kosten. Nach vier Jahren wird eine Zwischenbilanz gezogen, fällt diese positiv aus, wird um vier weitere Jahre verlängert, dann wieder evaluiert, möglicherweise noch einmal verlängert. Und zwölf Jahre sind in der Forschung eine Menge Zeit.

http://www.rnz.de/zusammen21/00_2010090 ... esseln.php

Mein Favorit für heute:
Das neue Mittel gegen Malaria
http://www.wissenschaft-aktuell.de/arti ... 87062.html
atp
 

04.09.2010

Beitragvon atp » 4. Sep 2010, 22:09

Samstag 04.09.2010

Engere Vorauswahl

Immer bessere Nahrungsversorgung hat zur steigenden Lebenserwartung in der Vergangenheit beigetragen. Haben wir heute das Optimum? Sicher nicht. Und es ist auch eine Fehlannahme, dass unsere Nahrung mit Obst, Fleisch, Gemüse, Fisch vergleichbar mit Steinzeitnahrung ist. Immerhin hat sich da vieles durch Zucht genetisch verändert und Massentierhaltung bringt viele weitere Unterschiede mit sich. Aber selbst wenn ernährungsmäßig alles so zusammengesetzt wäre wie in der Steinzeit: Es wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch lange nicht das Optimum. Denn weshalb sollte ein Tier dem Feind Mensch genau das zur Verfügung stellen, was er braucht? Es ist nicht im Interesse des Steinzeittiers gewesen, wie geschaffen für den Feind zu sein. Daher wird die biologische Evolution auch einiges dagegen unternommen haben. Und es ist natürlich auch für die Pflanzen vermutlich zu aufwendig, genau die Nährstoffe zu erzeugen, die optimal für den Menschen sind.
Mit Biotechnologie werden wir ein neues Zeitalter der Ernährung beginnen in diesem Jahrhundert.
Dazu folgende News
Fleisch und Wurst, gezüchtet in Zellkulturen – das ist keine Science-Fiction, sondern Ergebnis eines realen Forschungsprojekts an der Universität Utrecht (Niederlande).

...
Solches Laborfleisch könnte laut Roelen sogar gesünder sein als das klassische Fleisch. Bei ihm ließen sich zum Beispiel die unliebsamen Omega-6-Fettsäuren durch Omega-3-Fettsäuren ersetzen.

http://www.nachrichten.at/ratgeber/esse ... 115,454068

Es gibt Mikroben, die halten extreme radioktive Strahlen aus. Lange Zeit dachte man, die hätten einen speziellen Schutz , damit die DNA nicht zerschossen wird.
Aber nun stellt sich heraus, das die Proteine, die die DNA reparieren können, geschützt werden.
Das spannende an der Sache ist, dass dieser Schutz im Prinzip auch beim Menschen funktionieren könnte und als einfaches Nahrungsergänzungsmittel zugefügt werden könnte.
Es dürfte klar sein, dass hier eine Möglichkeit besteht, das Altern zu verlangsamen, denn einer der Alterungsprozesse ist Schaden in der DNA, der nicht repariert wird.
What’s more, these shield components can be co-opted by E. coli and human blood cells, turning these normally sensitive cells into radiation-resistant supercells, says study coauthor Michael Daly of the Uniformed Services University of the Health Sciences in Bethesda, Md.

http://www.sciencenews.org/view/generic ... val_manual


Mein Favorit heute:

Die Erkenntnis, wie einige Mikroben ihre DNA-Reparaturproteine gegen radioktive Strahlung schützen
mit potentieller Verbesserungsmöglichkeit menschlicher Zellen.
http://www.sciencenews.org/view/generic ... val_manual
atp
 

06.09.2010

Beitragvon atp » 6. Sep 2010, 20:52

montag 06.09. 20010

engere vorauswahl

Frösche liefern neue Antibiotika.
Die Haut von Fröschen könnte in Zukunft Ideen für den Einsatz bisher ungenützter neue Antibiotika liefern. Ein Forscherteam der United Arab Emirates University hat in der Haut von insgesamt 6.000 Fröschen mehr als 100 potenzielle Bakterienkiller identifiziert. Einige der Substanzen sind hochgiftig und werden nun von den Wissenschaftlern so umgebaut, dass sie sich zur medizinischen Anwendung eignen. Die Arbeit wurde beim Jahrestreffen der American Chemical Society präsentiert.

http://www.innovations-report.de/html/b ... 61032.html

molekulare Mikroskopie erlaubt das Visualisieren von Molekülen in lebenden Organismen und liefert ein Hilfsmittel, um die Verteilung und das Verhalten dieser Moleküle zu studieren.
Advances in molecular imaging reveal startling insights into the workings of the brain and could make it possible to diagnose migraine definitively for the first time

http://www.innovations-report.de/html/b ... 61042.html

Wie die Umgebungsphysik einer Stammzelle beeinflusst, welche Zelle aus ihr entsteht.
Recent research reveals how physical qualities -- and not only chemical ones – may have an influence in determining how adult stem cells from the bone marrow develop into differentiated ones. The finding represents an important step in understanding the mechanisms that direct and regulate the specialization of stem cells from their undefined state

http://www.innovations-report.de/html/b ... 61042.html

Wie kranke Zähne das Infarktrisiko erhöhen
Streptokokken aus dem Mundraum können bei einer Parodontitis ins Blut gelangen und Gerinnsel auslösen, welche Arterien verstopfen

http://www.wissenschaft-aktuell.de/arti ... 87066.html

Skorpiongift als Gentaxi
Schon seit einigen Jahren sucht die Wissenschaft nach Möglichkeiten, Gene in Zellen bösartiger Hirntumoren zu schleusen, um somit das Krebswachstum stoppen zu können. Viel versprechende Ansätze zeigen aktuelle Untersuchungen an Mäusen, wo sich Chlorotoxin, ein Giftbestandteil des Gelben Mittelmeerskorpions, als effektiver Gen-Transporter erweist.

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... ntaxi.html

Mein Favorit

Die aktuellen Fortschritte in der Mikroskopie
http://www.innovations-report.de/html/b ... 61042.html
atp
 

07.09.2010

Beitragvon atp » 7. Sep 2010, 21:34

Dienstag, 07.09.2010

Engere Vorauswahl

Forscher gewinnen Einblicke in das Verteidigungssystem "Selbstverdauung" von Tumorzellen

Indem sie Teile von sich selbst verzehren, schützen sich Krebszellen vor den Auswirkungen einer Chemotherapie. Verantwortlich dafür ist ein bestimmtes Protein, das diese Vorgänge reguliert, wie ein internationales Forscherteam nun herausgefunden hat. In gesunden Zellen liefert dieses Protein einen wichtigen Beitrag zur Zellgesundheit – bei Krebserkrankungen macht es die Tumorzellen aber widerstandsfähiger gegen die Chemotherapie: Die Proteine geben den Tumorzellen das Signal, Zellbestandteile abzubauen und sich die enthaltenen Nährstoffe zur Stärkung gegen die Chemotherapie einzuverleiben. Wirkstoffe, die das untersuchte Steuerungsprotein blockieren, könnten den Therapieerfolg verstärken.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311884

Nach den Antibiotika von Froschhäuten aus der gestrigen Meldung geht es heute um eine ähnliche Entdeckung wie man von Insekten profitieren kann in der Medizin:
Forscher entdecken neuartige Antibiotika in Insektengehirnen

Schaben und Heuschrecken produzieren äußerst wirkungsvolle Antibiotika, um sich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen: Englische Forscher haben im Gehirn der Insekten eine Reihe von Molekülen entdeckt, die für viele Mikroben tödlich sind. Zukünftig könnten die Moleküle als Grundlage für neue Therapien gegen eine Vielzahl von krankheitserregenden Keimen dienen. Ersten Versuchen zufolge zeigen die Insekten-Antibiotika keine schädigende Wirkung auf menschliche Zellen, unerwünschte Medikamenten-Nebenwirkungen sollten somit ausbleiben

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311878

Neuer Ansatz gegen Krebs:
Mit programmierten RNA Molekülen, die nur auf Krebszellen ansprechen will man bei diesen das Zellselbstmordprogramm aktivieren.
Researchers at the California Institute of Technology (Caltech) have engineered a fundamentally new approach to killing cancer cells. The process -- developed by Niles Pierce, associate professor of applied and computational mathematics and bioengineering at Caltech, and his colleagues -- uses small RNA molecules that can be programmed to attack only specific cancer cells; then, by changing shape, those molecules cause the cancer cells to self-destruct.

http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 104057.htm

Die Tel Aviv Universität berichtet von einem Project CONNECT, an dem 12 Forschungseinrichtungen beteiligt sind und das einen Gehirnatlas erstellen will. Es scheint hier ein großes Parallelprojekt zum Connectome Projekt zu sein. Dieses Projekt ist natürlich für Minduploading von Nutzen.
The consortium, funded by the European Union, includes Dr. Assaf, his Tel Aviv University colleague Prof. Yoram Cohen, and partners in the United Kingdom, France, Germany, Denmark, Italy and Switzerland. Each of the teams in the consortium is offering its individual expertise to better understand connections in the brain and how they change over time. Their goal is to be better able to predict the onset, then more effectively treat, brain-related diseases.

http://www.aftau.org/site/News2?page=Ne ... e&id=12901


Mein Favorit:
Das Connect Projekt
http://www.aftau.org/site/News2?page=Ne ... e&id=12901
atp
 

08.09.2010

Beitragvon atp » 8. Sep 2010, 21:11

Mittwoch 08.09.2010

Vorauswahl:

10 Nahrungsmittel, die gut fürs Gehirn sind:
http://www.cnn.com/2010/HEALTH/09/08/co ... index.html


Mykoplasmen sind Krankheitserreger. Der folgende Artikel ist für mich ein sehr schönes Beispiel, wie präzise mittlerweile die Prozesse auf der zellulären Ebene verstanden werden:
Die Krankheitserreger unter den Bakterien haben eine Bandbreite von Mechanismen entwickelt, um sich gegen das Immunsystem ihrer Wirtsorganismen zu schützen. Besonders gewieft agieren Mykoplasmen, die bakteriellen Krankheitserreger: Sie verwirren das Immunsystem dadurch, dass sie ihre Oberflächenproteine mit sehr hoher Frequenz ändern. Eine aktuelle Studie der Forschungsgruppe von Renate Rosengarten und Rohini Chopra-Dewasthaly an der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat überraschende, neue Details zu dieser Strategie aufgedeckt. Die Ergebnisse wurden als Titelgeschichte in der Septemberausgabe des „Journal of Bacteriology“ veröffentlicht.


http://www.innovations-report.de/html/b ... 61249.html


Forscher entdecken Gennetzwerk, das Entstehung von Diabetes begünstigt

Diabetes Typ 1 ist eine derzeit noch unheilbare Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Patienten müssen deshalb ihr Leben lang Insulin spritzen. Im Rahmen einer internationalen Studie haben Forscher erstmals ein ganzes Netzwerk an Genen aufgedeckt, das an der Entstehung des insulinabhängigen Typs der Zuckerkrankheit beteiligt ist. Zudem identifizierten sie den Rezeptor, der dieses Netzwerk steuert.


http://idw-online.de/pages/de/news385552

Letztgenannte Meldung ist auch mein Tagesfavorit.
atp
 

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